Wir sind eine biblisch fundierte, evangelistische Gemeinde
mit leidenschaftlicher Spiritualität,

die in verbindlicher Gemeinschaft Jüngerschaft praktiziert

und in Vernetzung mit
anderen Christen steht.

Biblisch fundiertLeitbild

Alleiniger Maßstab unseres Glaubens und Lebens ist die Bibel. Als evangelische Christen bekennen wir uns zu den reformatorischen Grundüberzeugungen: sola scriptura (allein die Schrift), solus christus (allein Christus), sola fide (allein durch den Glauben) und sola gratia (allein die Gnade). Auf dieser Grundlage glauben wir an den dreieinigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Vor allem anderen suchen wir Sein Angesicht und sehen unsere Bestimmung darin, IHN anzubeten. Für die Entwicklung eines lebendigen Gemeindelebens sind uns 7 biblische „Fundamentsteine“ besonders wichtig. Sie gehören in ihrer Gesamtheit zu einer vollständigen christlichen Grunderfahrung. (vgl. Apg. 2,36-47)

1.Das Wort Gottes: Jesus Christus ist das eine Wort Gottes, das bezeugt uns die Heilige Schrift. Die immer wieder neue und aktuelle Predigt des Evangeliums von Jesus Christus, dem Erlöser der Welt, ist das Fundament unseres Glaubens und Lebens. Auf der Basis des geschriebenen Wortes Gottes verkündigen wir Jesus Christus als Erlöser und Herrn. (Joh 1,1-18, Mt 4,4; 2 Tim 3,16)

2.Der Glaube: Unser Glaube kommt aus dem Hören auf die Predigt des Wortes Gottes. Er ist unser Vertrauen, das wir Gott entgegenbringen, der in Jesus Christus alles für uns getan hat, was zu unserer Erlösung notwendig ist. Er befähigt uns dazu, unser Leben ganz Gott anzuvertrauen und uns zu Jesus Christus zu bekehren. (Röm 1,5; 3,21-31; 10,17)

3.Die Umkehr: Bekehrung bedeutet für uns, dem Umkehrruf des Wortes Gottes und des Heiligen Geistes zu folgen und unser Leben ganz unter Gottes Herrschaft zu stellen. Dazu gehört für uns eine klare Lebensübergabe an Jesus Christus als unseren persönlichen Erlöser und Herrn und eine Neuorientierung unseres Lebens an den Maßstäben des Wortes Gottes. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns angenommen hat und dass uns niemand aus Gottes Hand reißen kann. (Mk 1,14-15; Apg 2,38; Röm 10,9; Joh 1,11-13; Luk 15,11-32; Joh 10,27-30; 15,1-8; Hebr 12,14)

4.Die Taufe: Gemäß dem Zeugnis des Neuen Testaments taufen wir nur Glaubende, die sich bewußt für diesen Schritt entscheiden. Durch den Vollzug der Taufe wird dem Täufling bestätigt, was ihm das Evangelium zusagt und wozu er sich vor Gott und Menschen bekennt: Jesus Christus ist auch für mich gestorben und auferstanden. Mein altes Leben unter der Herrschaft der Sünde ist begraben, durch Christus ist mir neues Leben geschenkt. (Mt 28,16-20; Mk 16,16; Apg 2,38.41; Röm 6; Joh 3,5)

5.Der Geistempfang: Wir glauben der Verheißung Jesu: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, Judäa, Samarien und bis an die Enden der Erde“ (Apg 1,8). Wenn wir unser Leben in Glauben, Umkehr und Taufe in Jesus Christus gegründet haben, dann rechnen wir auch mit dem Beistand, den uns Gott geben möchte. Wir empfangen den Heiligen Geist aktiv und bewußt, indem wir Gott um die Erfüllung mit der Kraft des Heiligen Geistes bitten und die Freisetzung der Gaben des Heiligen Geistes erwarten. Der Heilige Geist entfacht in uns ein Feuer für Jesus, das sich in den Gaben und der Frucht des Geistes zeigt. (Luk 11,13; Apg 1,8.14; 2,1ff; Mk 16,17-20; Eph 5,18)

6.Die Gemeinschaft: Allein geht man ein. Durch die Verbindung mit Jesus Christus und das Wirken des Heiligen Geistes werden wir zu einer neuen Gemeinschaft geformt – zur Gemeinde Jesu Christi. Für uns steht die Liebe zu Gott und die Liebe untereinander an erster Stelle. Unser Glaube an Jesus Christus verbindet uns über alle Schranken der Rasse und des Standes hinweg. Zusammen mit allen Gläubigen gehören wir zum Volk Gottes, von dem Jesus sagt: Ihr seid das Salz der Erde“ und „Ihr seid das Licht der Welt“. Trotz aller menschlichen Schwächen, leuchtet in unserer Gemeinschaft jetzt schon auf, was Gott als Ziel für die ganze Menschheit hat: Ein versöhntes Miteinander. (Mt 22, 37-38; Apg 2,37-47; Gal 3,28; Mt 5,13-16; 1 Kor 12,12-14; Röm 15,5-7)

7.Der Auftrag: Jesus hat uns als seine Botschafter in diese Welt gesandt, um IHN als auferstandenen Herrn zu bezeugen und alle Menschen zum Glauben einzuladen. Wir setzen uns dafür ein, dass viele Menschen durch den Glauben an IHN erlöst und zu einem neuen Leben befreit werden. In unserem persönlichen Alltag und auch als Gemeinschaft bezeugen wir die Liebe Gottes zu dieser Welt, die in Jesus Christus sichtbar und greifbar geworden ist. (Mt 28,16-20; Apg 1,8; Röm 10,14-15)

Evangelistisch

Es ist uns ein großes Anliegen, Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen und zu einem lebendigen Christsein zu motivieren. Dazu gehört für uns eine klare Lebensübergabe an Jesus Christus als unseren persönlichen Erlöser und Herrn und eine Neuorientierung unseres Lebens an den Maßstäben des Wortes Gottes.
Wir schätzen die christlichen Wurzeln unserer oberbayerischen Heimat. Aber auch hier haben mittlerweile schon viele Menschen überhaupt keinen Bezug zum christlichen Glauben mehr oder sie halten nur noch an Traditionen fest. Ihnen verkündigen wir das Evangelium von Jesus Christus und erklären ihnen, wie man Christ wird und als Christ lebt. Wir begleiten sie bei der Aufgabe, einen eigenständigen Glauben zu entwickeln und fördern ihre Integration in eine lebendige christliche Gemeinde.
Wir vermitteln die unverfälschte und alte Botschaft in zeitgemäßen Formen, so dass Menschen von heute sie verstehen können. Unsere Gottesdienste berühren suchende Menschen, weil sie die Gegenwart Gottes spüren. Wir bieten immer wieder besondere Seminare an, die auf die speziellen Bedürfnisse suchender Menschen eingehen.
Wir legen Wert auf einen glaubwürdigen und authentischen Lebensstil, der auch ohne Worte evangelistisch ist und das Wesen Jesu Christi wiederspiegelt. Dazu gehört auch, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten Menschen unterstützen, die in soziale und psychische Notlagen geraten sind. Aber wir erzählen auch gerne von der Hoffnung, die in uns ist, nämlich von unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus. Dabei vertrauen wir auf die Kraft des Heiligen Geistes, der uns bei dieser Aufgabe unterstützt.

Leidenschaftliche Spiritualität

Unsere persönliche Frömmigkeit, unsere Gottesdienste, unsere Musik und die Art wie wir Menschen dienen, sind tief von unserem Glauben an den Heiligen Geist geprägt. Leidenschaftliche Spiritualität bedeutet für uns, nicht nur passiv offen für Gottes Geist zu sein, sondern uns aktiv nach seinem Feuer auszustrecken.
Zu Pfingsten wurde die Kraft des Heiligen Geistes über die junge Gemeinde ausgegossen. Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und zu brennenden Zeugen Jesu Christi. Wir rechnen auch heute noch mit diesen Auswirkungen der lebendigen Gegenwart Gottes.
Deshalb beten wir für Menschen um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und laden den Geist Gottes ein, unter uns zu wirken. Wir achten auf Seine Führung und geben Gott so die Möglichkeit, Seinen Willen zu tun.
Er offenbart sich in den Gaben und in der Frucht des Geistes. Konkret erwarten wir u.a. die Geistesgaben nach 1 Kor 12,1-11: Das Wort der Weisheit, das Wort der Erkenntnis, die Gabe der Glaubenskraft, Heilungsgaben, die Gabe der Kraftwirkungen, die Gabe prophetischer Rede, die Gabe der Geisterunterscheidung, verschiedene Arten der Sprachenrede und die Gabe der Auslegung von Sprachenreden. Jeder Christ kann Gott zuversichtlich um die Kraft des Heiligen Geistes und um die Ausrüstung mit diesen Gaben bitten (Luk 11,13).
Überzeugendster Beweis für das Wirken des Heiligen Geistes ist es, wenn die Frucht des Geistes sichtbar wird: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit (Gal 5,22). Sie wächst, wenn wir beständig der Führung des Heiligen Geistes folgen und den Willen Gottes tun. In ihr und in den oben genannten Charismen (Gnadengaben) offenbaren sich die Kraft und der Charakter unseres Herrn Jesus Christus. ER wirkt durch den Heiligen Geist in uns und durch uns.

Verbindlich

Wir orientieren uns am biblischen Verständnis der Gemeinde als Leib Christi, in dem jeder mit Christus und dem anderen in Liebe verbunden ist. Die Liebe zu Jesus und zu den Glaubensgeschwistern motiviert und verpflichtet uns zu einer Haltung des Dienens und der Verbindlichkeit.
Sie zeigt sich unter anderem in folgenden Punkten:
Wer durch Glauben und Taufe zu einem Mitglied der Gemeinde geworden ist, trägt Mit-Verantwortung für die Gemeinschaft. Mit seinen ihm von Gott anvertrauten Gaben und Mitteln beteiligt es sich am Gelingen des Gemeindelebens.
Die verbindliche Teilnahme an den Gottesdiensten und am geistlichen Leben der Gemeinde hat für jedes Mitglied hohe Priorität.
In der Regel geben die Mitglieder 10 % ihres Einkommens als Beitrag zum Gemeindehaushalt – in Anlehnung an den biblischen „Zehnten“. Darüber hinaus sind sie auch bei anderen Gelegenheiten bereit, ärmeren Geschwistern in Notlagen zu helfen und für aktuelle Projekte zu spenden.
Mit anvertrauten Geld- oder Sachmitteln geht jedes Mitglied sorgfältig und gewissenhaft um, so z.B. mit Einrichtungen des Gemeindehauses, Materialien, Instrumenten, etc.
Jedes Mitglied stellt auch einen Teil seiner zur Verfügung stehenden Zeit in den Dienst der Gemeinde und übernimmt ehrenamtliche Aufgaben. Je nach seinen Gaben und Fähigkeiten trägt es so zum Gelingen des Gemeindelebens bei. Wir glauben, dass es für jeden einen Platz zum Mitwirken gib, an dem er gebraucht wird und den Gott für ihn vorgesehen hat. Jedes Mitglied bemüht sich, diesen Platz zu erkennen und einzunehmen. Die Bestätigung und Einsetzung erfolgt durch die Ältesten bzw. die dafür vorgesehenen Verantwortlichen (Referent, Gruppenleiter).
Ora et labora – Gebet und Mitarbeit – sind für uns keine Gegensätze, sondern sie ergänzen sich gegenseitig. Gemeinsam und gleichrangig bilden sie das Fundament für das Gelingen unserer Gemeindearbeit.
Indem wir einander dienen und einen Lebensstil des Gebens praktizieren,
werden wir selber gesegnet und gestärkt.
Der Pastor und die Ältesten haben die Aufgabe, die Gemeindearbeit zu leiten und zu koordinieren. Im Sinne des biblischen Hirtendienstes tragen sie Sorge für das Wohl der Gemeinde. Sie werden dabei von den Mitgliedern unterstützt und anerkannt.
Gegenseitiges Vertrauen und Verbindlichkeit sind die Basis für eine gute
Gemeinschaft.


Gemeinschaft

In unserer Gemeinde sind alle Generationen zuhause und durch liebevolle Beziehungen miteinander verbunden. Wenn Konflikte auftreten und es dabei zu Verletzungen kommt, suchen wir wieder die Versöhnung und sind bereit, einander zu vergeben.
Jedes Mitglied ist in eine Kleingruppe der Gemeinde integriert (Hauskreis, Gebetskreis, Dienstgruppe,…). Solche Gruppen sind uns wichtig, weil sie Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung im Alltag fördern.
Insbesondere die Kinder, Teenie und Jugendarbeit haben einen hohen Stellenwert in unserer Gemeinde. Von Anfang an führen wir unsere Kinder durch altersgerechte Angebote in eine Beziehung zu Gott. Durch die verschiedenen Lebensphasen hindurch rüsten wir sie aus, ein selbständiges Glaubensleben zu führen.
Gott will Familie, sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft und der Gemeinden. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Familien zu unterstützen und zu fördern.
Die Gemeinde ist für uns ein Ort der Geborgenheit, an dem wir ein Zuhause und Annahme finden – egal welcher Herkunft wir sind. Der Glaube an Jesus Christus macht uns eins.

Jüngerschaft

Wir nehmen die Aufforderung Jesu: „Komm und folge mir nach“ ernst und verstehen uns als Jünger Jesu. Jesus ist für uns nicht nur Retter und König, sondern auch Lehrer und Vorbild, von dem wir bereit sind zu lernen. IHM geben wir uns bedingungslos und uneingeschränkt hin. Dies ist für uns die Voraussetzung für ein Leben in Seiner Nachfolge.
Wir sind bereit, persönliche Schritte des Glaubens zu gehen und uns einem geistlichen Wachstumsprozeß auszusetzen.
Wir fördern die uns anvertrauten Menschen, ihren persönlichen Weg der Nachfolge zu finden und leiten sie an, Gott zu lieben und Jesus immer ähnlicher zu werden.
Wir lehren sie, den Willen Gottes zu tun und bevollmächtigen sie, zu einem Leben in der Kraft und unter der Herrschaft Gottes.
Dabei bleiben wir Lernende, die abhängig von Gott und Seiner Gnade sind.

Vernetzt

Wir sind eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde und in Deutschland mit allen Gemeinden gleicher Benennung in einem Bund zusammengeschlossen (Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland – KdöR). In diesem Bund arbeiten wir als selbständige Gemeinde mit und fördern die gemeinsamen Anliegen durch Spenden und die Freistellung von Mitarbeitern für überregionale Aufgaben. Wir nennen uns auch „Baptisten“ (Täufer), weil wir nur Menschen taufen, die eine persönliche Glaubensbeziehung zu Jesus Christus haben. Wir gehören zur Evangelischen Allianz und zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Rosenheim. Hier bezeugen wir gemeinsam mit anderen Christen unseren Glauben und fördern die Beziehungen zu den evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden unserer Stadt.
Wir engagieren uns in überregionalen Gebetsnetzwerken und identifizieren uns mit den Anliegen des gesamten Leibes Christi. Aus theologischen und historischen Gründen sind wir dem Volk Israel besonders verbunden. Wir beten für Israel, informieren über seine Lage, beziehen dieses Thema in unsere Gottesdienste mit ein, leisten humanitäre Hilfe und pflegen insbesondere die Beziehung zu unserer messianisch-jüdischen Partnergemeinde in Zhitomir/Ukraine.